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Der nächste Gegner: SV Meppen

Am Samstag, 18.02.2017 geht es für unsere Germanen ins Emsland zum Tabellenführer SV Meppen. Das wird keine leichte Aufgabe sein, aber unser Team hat in den bisherigen zwei Partien gegen die Emsländer bewiesen, das auch hier etwas möglich ist. Man denke nur an den 4:1 Sieg am 30.09.2015 im Viertelfinale des Niedersachsen-Pokals. Das Hinspiel ging für Germania mit 2:3 verloren, erst in der Schlussphase der Begegnung fiel die Entscheidung zu Gunsten der Meppener.

„Einen Punkt hätten wir verdient gehabt, sogar ein Sieg war möglich“, hatte sich Jan Zimmermann nach dem Hinspiel gegen den Spitzenreiter SV Meppen über einen gelungenen Auftritt seiner Schützlinge gefreut. „Und es war unser bestes Saisonspiel“, fügte der Germanen-Coach hinzu. Doch letztlich versäumte es Germania, sich für ihre gute Leistung zu belohnen. „Am Ende waren es die kleinen Fehler, die den Ausschlag gegeben haben“, sagte der Coach.

Vor der Pause verpassten es die Germanen, beim Stand von 1:1 in Führung zu gehen. Kurz vor Schluss leistete sich unser Team den entscheidenden Patzer, als sie in einer Szene im Vorwärtsgang den Ball verloren und den Konter zum 2:3 fraßen (83.). Unterm Strich war der Trainer jedoch sehr zufrieden. Mehr als drei Chancen habe das Team den Meppenern über 90 Minuten nicht erlaubt. Auf der anderen Seite seien die Gegentore nicht unvermeidbar gewesen.

Im Hinspiel trat Germania in folgender Besetzung an: Markus Straten-Wolf – Robin Gaida (68. Marco Schikora), Yannick Oelmann, Marek Waldschmidt, Mirko Dismer (86. Sebastian Bönig) – Joshua Siegert, Marvin Stieler, Sascha Derr (17. Jannik Oltrogge), Torben Engelking – Sebastian Baar – Christoph Beismann.

Von 1987 bis 1998 spielte der SV Meppen in der 2. Bundesliga. In der Saison 94/95 verpassten die Emsländer nur knapp den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Mit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga begann eine Talfahrt bis in die 5. Liga sowie einer Insolvenz. Seit der Saison 2011/2012 spielt der SV in der Regionalliga-Nord

Zur Saison 2013/14 wechselte Christian Neidhart als sportlicher Leiter zum SV Meppen und wurde Nachfolger von Rainer Persike. Am 26.05.2013 wurde Trainer Heiko Flottmann entlassen, dessen Position Neidhart ebenfalls übernahm. Neidhart führte die Meppener in der Saison 2013/14 auf Platz vier. Am 06.04.2015 wurde das Halbfinale des NFV-Pokals gegen den Lüneburger SK Hansa mit 2:1 gewonnen und somit stand der SV Meppen erstmals seit 16 Jahren wieder im DFB-Pokal, wo man in Runde 1 auf den 1. FC Köln traf und 0:4 verlor.

In der laufenden Saison ist der SV Meppen das Maß aller Dinge. Nach dem 21. Spieltag führt der SV mit einem Vorsprung von 11 Punkten die Tabelle an. Und die Emsländer haben in der Winterpause beim Personal noch einmal nachgelegt. Nach der Verpflichtung von Marcel Gebers wurde in einem Last-Minute-Transfer der zweitligaerfahrene Francky Sembolo vom Berliner AK (Regionalliga-Nord/Ost) verpflichtet.

Es ist weniger die enorm hohe Qualität des Gegners, die Jan Zimmermann ein wenig Sorge bereitet: Vor dem Gastspiel beim souveränen Spitzenreiter SV Meppen, ist es eher die zu erwartende Kulisse, vor der er Respekt hat: „Da kommen immer mehrere Tausend Zuschauer und mit dem Umfeld müssen die Jungs erst mal klarkommen, ohne sich davon irritieren oder ablenken zu lassen.“ Andererseits sei dies eine besondere Motivation. „Für genau diese Spiele wollten wir ja aufsteigen.“

Zimmermann traut seinen Schützlingen eine Menge zu: „Wir haben zuletzt gut gepunktet, waren sehr stabil, mutig und gefährlich im Umschaltspiel.“ Natürlich weiß der Coach aber um die Klasse des Kontrahenten: „Das ist eine individuell erstklassige besetzte, abgeklärte, ballsichere, selbstbewusste und erfahrene Mannschaft. Die stehen absolut zu Recht da oben.“

Um in der Hänsch-Arena etwas Zählbares mitzunehmen, brauche seine Mannschaft einen perfekten Tag: „Jeder muss seine Aufgabe zu 100 Prozent erfüllen“, fordert der Trainer. „Wir müssen mutig nach vorn verteidigen und brauchen auch das nötige Selbstvertrauen, um immer wieder den Weg nach vorn zu suchen.“ Er erwarte über 90 Minuten eine sehr intensive Partie. „Verschnaufpausen werden wir nicht kriegen, denn Meppen kann auch von der Bank Top-Qualität nachlegen. Da ist absolute Konzentration nötig und Fehler dürfen wir uns nicht leisten“, betont Zimmermann.

Personell sieht es jedoch nicht optimal aus. Christoph Beismann fällt wegen einer Zerrung aus, auch Jannik Oltrogge muss weiter passen. Beim ebenfalls angeschlagenen Jan Baßler hegt der Coach noch einen Funken Hoffnung: „Seine muskulären Probleme gehen vom Rücken aus. Das könnte vielleicht bis Samstag besser werden.“ Zumindest Marvin Stieler kehrt nach mehrwöchiger beruflicher Abstinenz aus dem Ausland wieder zurück.

Da die Meppener von der Spielanlage dem VfL Wolfsburg II ähnele, möchte Zimmermann erneut im 4-4-2-System spielen lassen, das sich beim jüngsten 2:0 in der Volkswagenstadt bewährt hat. Da Beismann ausfällt, wird ein Partner für Hendrik Weydandt gesucht. „Dominik Behnsen oder Joshua Siegert könnten in der Spitze spielen, da wir inzwischen viel flexibler geworden sind“, so der Trainer. Das Ziel sei klar: „Je länger wir die Partie offen halten, desto unruhiger wird der Gegner.“

Die Begegnung wird am Samstag, 18.02.2017 um 16:00 Uhr in der Hänsch-Arena, Lathener Str. 15a. in Meppen angepfiffen. Du kannst nicht live dabei sein. Kein Problem, das Spiel wird wieder im Live-Stream gezeigt.