Marvin Schlömer

Steckbrief

Position: Verteidigung

Im Team seit: 2017

Vorheriger Verein: TSV Kirchdorf

Geburtstag: 12.04.1996 (20 Jahre)

Geburtsort: Gehrden

Wohnort: Badenstedt

vorherige Vereine: TSV Kirchdorf, FC RW Erfurt U17, Hansa Rostock U17

 

Im Portrait

Das Interview

Über Erfurt, Rostock und Kirchdorf fand Marvin Schlömer den Weg an die Ammerke. Der gebürtige Gehrdener flog mit ins Winter-Trainingslager und hinterlies einen ordentlichen Eindruck in den Testspielen gegen Aserbaidschan, SC Verl und FT Braunschweig. Der Winterneuzugang erhält bei der Germania die Rückennummer 14. Willkommen an der Ammerke, Marvin! 

Ich kam zum 1.FC Germania, weil… ich eine neue Herausforderung gesucht habe.

Mein persönliches Saisonziel mit dem 1.FC Germania heißt… die Liga zu halten und dabei so viel Spielzeit wie möglich zu sammeln.

Dieses Spiel in meiner Karriere liegt mir besonders in Erinnerung: Mein erstes U17-Bundesligaspiel gegen Werder Bremen.

Auf dieses Stadion freue ich mich am meisten in der Regionalliga: Eilenriedestadion in Hannover

Mein langfristiges Ziel in der ‚Laufbahn‘: Den Spaß am Fußball nicht zu verlieren.

Meine Freizeit verbringe ich folgendermaßen: Reisen und mit Freunden abhängen.

Mein Lieblingsverein: Hannover 96

Mein Beruf: Student

Lieblingsbier: Gilde

Lieblingsgericht: Sushi

Lieblingsfach damals in der Schule: Verfügung

Haustiere: Hund

Das hasse ich am Fußballsport am meisten: Arroganz

Diese Sportarten faszinieren mich: Fast alle Ballsportarten

Meine Hobbys: Sport und Reisen

Meinung zu Fans im Fußballsport: Fußball lebt durch seine Fans, auch im Amateurbereich. Ohne Zuschauer würden die Spiele am Wochenende deutlich weniger Spaß machen.

Xbox oder PS? PS

Steh- oder Sitzplatz? Stehplatz

FIFA oder PES? FIFA

Mc Donalds’s oder Burger King? Burger King

Android oder iOS? iOS

Stadt oder Land? Stadt

Egestorf oder Langreder? Egestorf

Große Arena (Lübeck) oder besinnliche Landschaft (Eichede)? Großes Stadion.

Moin Marvin, du bist der einzige Winterneuzugang der Germanen. Wie kam der Kontakt zustande?

Als damals feststand, dass ich nicht weiter in Rostock spielen werde, haben sich ziemlich schnell Verantwortliche von Germania bei mir gemeldet. Damals wollte ich aber zunächst mit meinen Kumpels zusammen in Kirchdorf kicken, also sagte ich, dass ich mich melde, sobald sich meine Meinung dazu ändert. Dies tat ich dann im Sommer 2016. Von Germanias Seite bestand dann auch noch Interesse und so nahm dann alles seinen Lauf.

Bis 2011 hast du beim TSV Kirchdorf gespielt, dann zog es dich in den Osten in die U17 des FC Rot-Weiß Erfurt, wo du sogar Bundesliga gespielt hast. Wie lief der Wechsel dorthin ab?

Bei einem Jugendspiel mit Basche United kam der Kontakt zu einem Spielerberater zustande. Daraufhin absolvierte ich einige Probetrainings bei anderen Vereinen und sollte zunächst zu Werder Bremen wechseln. Eine Verletzung machte mir jedoch einen Strich durch die Rechnung und so landete ich schließlich bei Erfurt, wo ich einen Platz im Internat bekam.

Deine ersten Minuten in der U17-Bundesliga absolviertest du in den letzten zehn Minuten auswärts bei Werder Bremen, das war ein 3:3. Weitere sollten folgen. Ging da für dich ein großer Wunsch in Erfüllung?

Das war damals schon ein starkes Gefühl in der höchstmöglichen Spielklasse spielen zu dürfen und dann auch noch gegen eine Mannschaft wie Werder Bremen. Anschließend begann dann eine nicht so tolle Zeit für mich, da ich durch Wachstumsprobleme fast durchgehend verletzt ausfiel und nicht mehr richtig auf meine erhofften Einsatzzeiten kam.

Nach einem Jahr dann der Wechsel in die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, zum FC Hansa in die Regionalliga. Warum der Wechsel?

Rostock war für mich als Fußballer viel attraktiver. Das Nachwuchsleistungszentrum war damals eines der besten in Deutschland und auch das Internat war deutlich kleiner und moderner. Außerdem erhoffte ich mir bei einem neuen Verein eine neue Chance. Doch leider kam ich auch in Rostock nicht auf besonders viele Einsatzzeiten, da ich die meiste Zeit mit meinen Wachstumsproblemen zu kämpfen hatte. Leider waren auch in Rostock die Ärzte und Physios meist ziemlich ratlos und konnten mir nicht wirklich helfen.

Könntest du das mit den Wachstumsproblemen erläutern?

Ich hatte ständig Wasser im Knie und keiner wusste genau was die Ursache war. Die meisten Ärzte haben mir jedoch gesagt, dass das am Wachstum liegt.

Nach dem zweijährigen Abenteuer ging es für dich wieder zurück in die Heimat zum TSV Kirchdorf. Was hast du aus dieser Zeit mitgenommen? War es rückblickend der richtige Weg?

Rückblickend war es auf jeden Fall der richtige Weg. Ich habe in den zwei Jahren sehr viel dazugelernt, nicht nur fußballerisch. Ich war damals noch sehr jung und musste schnell lernen ohne meine Eltern klarzukommen. Ich habe auch die weniger tollen Seiten des Fußballs kennengelernt, wie zum Beispiel die Schnelllebigkeit oder die Arroganz. In Kirchdorf war dann alles wieder sehr familiär, was mir sehr gut tat.

Bei unserem Nachbarn hast du die letzten drei Jahre A-Jugend gespielt und die ersten Erfahrungen im Herrenbereich gemacht. In der Kreisliga hast du einige Spiele absolvieren können. Wann kam für dich das Bestreben nach höheren Aufgaben?

In Kirchdorf hatte ich eine super Zeit in der ich den Spaß am Fußball wiedergefunden habe. In meiner letzten Saison in Kirchdorf besuchte ich dann auch das ein oder andere Heimspiel von Germania, wodurch bei mir dann wieder die „Lust auf mehr“ geweckt wurde.

Wie hat dich die Mannschaft aufgenommen? Hast du das Gefühl, Teil des Teams zu sein? Bereits beim Kurt-Zeitarbeit-Cup in Lehrte bist du im Germanen-Trikot aufgelaufen.

Die Mannschaft hat mich von Anfang an sehr gut aufgenommen. Einige Spieler kannte ich ja bereits durch meinen Freundeskreis oder auch durch Aufeinandertreffen in der A-Jugend. Das hat mir die Sache auch noch ein bisschen einfacher gemacht.

Auch du bist nach Belek ins Trainingslager gefahren. Das war sicher eine neue Erfahrung für dich, oder?

Auf jeden Fall! Als mir gesagt wurde, dass ich doch noch mit ins Trainingslager fahren darf, habe ich mich riesig gefreut. Das war schon eine Vorbereitung auf ganz hohem Niveau und mir hat es das Einleben in der neuen Mannschaft viel einfacher gemacht.

Die Winterpause endet nun, für Germania beginnt das Pflichtspieljahr 2017 mit fünf Auswärtsspielen in Serie. Was denkst du darüber?

Dass es jetzt fünf Auswärtsspiele hintereinander sind ist vielleicht ein bisschen blöd gelaufen, aber im Endeffekt müssen wir die Punkte sowohl auswärts als auch zuhause holen. Trotzdem freue ich mich schon auf das erste Heimspiel.

Hast du den Eindruck, dass die Mannschaft heiß auf die Rückrunde ist, oder siehst du noch irgendwo Defizite?

Die Mannschaft ist definitiv heiß auf die Rückrunde. Jeder will aus den kommenden Spielen das Bestmögliche herausholen, was mit den drei Testspielsiegen noch einmal unterstrichen wurde. Wer nach so einer guten Vorbereitung nicht heiß auf die Rückrunde ist, der ist hier falsch.

Wie lautet dein Tipp für das kommende Auswärtsspiel bei der SV Drochtersen/Assel?

1:0 Sieg!

Vielen Dank und bis Sonntag!

Das Interview führte Marcel Gudian am 03.02.2017