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Eine Partie auf Augenhöhe

Am Sonntag, 10.11.2019 reisen unsere Germanen zum Tabellenvierten SC Spelle/Venhaus. Mit 41 Toren stellt das Team aus dem Emsland die beste Offensive.


Der Verein wurde am 19. Januar 1946 als SC Spelle gegründet und nahm 1965 seinen heutigen Namen an. Neben Fußball und Volleyball bietet der SC Spelle-Venhaus noch die Sportarten Basketball, Laufgruppen, Parkour, Russische Kampfkunst, Taekwondo, Tennis, Tischtennis und Turnen an. Mit über 2.400 Mitgliedern ist der SC Spelle-Venhaus der zweitgrößte Breitensportverein im Emsland.

Mitte der 2000er Jahre kämpfte der Verein dauerhaft gegen den Abstieg, ehe im Jahre 2008 der Abstieg in die Bezirksoberliga folgte. Zwei Jahre später ging es hinunter in die Bezirksliga, wo der direkte Wiederaufstieg in die nunmehr Landesliga Weser/Ems genannte Spielklasse gelang. Nach einem vierten Platz in der Aufstiegssaison 2012/13 schaffen die Speller ein Jahr später den Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen. Dort wurde die Mannschaft in der Saison 2014/15 Sechster, ein Jahr später gar Fünfter. Höhepunkt war die Saison 2017/17, wo die Mannschaft Platz drei belegte. Allerdings hatte der Verein keine Lizenz für die Regionalliga Nord beantragt. Mit Sascha Wald stellte der SCSV in den Spielzeiten 2015/16, 2016/17 und 2017/18 jeweils den Torschützenkönig der Oberliga.

Auch in der Saison 2017/18 verzichtete der Verein trotz Tabellenführung auf einen Lizenzantrag für die Regionalliga. Als Gründe wurden organisatorische Gründe und die für die Regionalliga notwendigen Baumaßnahmen angeführt. Am Saisonende belegten die Speller erneut Platz drei. 2019 erreichten die Speller zum dritten Mal den dritten Platz. Merlin Schütte teilte sich den Titel des Torschützenkönigs mit Justin Dähnenkamp vom FC Hagen/Uthlede.

Zehn Punkte beträgt der Rückstand des 1. FC Germania auf den zweiten Tabellenplatz. „Das ist schon eine Menge. Aber nicht mehr so viel, wie noch vor einigen Wochen“, sagt Germanias Trainer Paul Nieber. Er will nicht direkt davon sprechen, dass Germania, trotz schwachem Saisonstart, die Hoffnung auf den Relegationsplatz noch nicht aufgegeben haben, betont aber: „Die Hinrunde ist noch nicht einmal zu Ende. Wir haben also noch viel Zeit. In gut einem halben Jahr kann viel passieren.“ Um weiter an Atlas Delmenhorst dran zu bleiben, soll am Sonntag beim SC Spelle-Venhaus der nächste Sieg her. Allerdings geht es zum aktuellen Tabellenvierten.

Ob die Partie auf Rasen stattfinden kann, ist noch offen. Nieber war mit den Verantwortlichen in Spelle noch nicht im Austausch. Es dürfte aber auf jeden Fall gespielt werden, da der SC über einen Kunstrasenplatz verfügt. Sollte bis Freitagnachmittag feststehen, dass der Rasenplatz nicht bespielbar ist, wird Nieber das eigene Abschlusstraining auf Kunstrasen verlegen, um zumindest einigermaßen auf die veränderten Bedingungen vorbereitet zu sein. Er sieht es durchaus als „kleinen Vorteil“ für die Gastgeber an, auf dem Kunstrasen zu spielen. „Die können sich besser darauf einstellen und öfter drauf trainieren.“ Kritik übt er an den Spellern aber keineswegs: „Wenn wir einen solchen Platz hätten, würden wir im Herbst und Winter ja auch unsere Partien drauf austragen.“

Nieber erwartet offensiv eingestellte Gastgeber, die das Spiel an sich reißen wollen. Seine Germanen fühlen sich in der abwartenden Rolle wohl. „Wenn es doch anders kommen sollte, nehmen wir auch das an. Wir haben uns im Ballbesitz deutlich verbessert“, sagt der Coach. Durch die offensive Speller Spielweise rechnet er mit Räumen zum Kontern. Das Umschaltspiel war ein Schwerpunkt in dieser Trainingswoche. „Wir müssen vorne zielstrebiger sein als gegen Tündern“, fordert Nieber. Gegen den Letzten hatte sein Team zwar viel Ballbesitz um den gegnerischen Strafraum herum, nutzte das aber nicht konsequent aus.

Marko Ilic fehlt aufgrund der fünften Gelben Karte. Dafür kehrt Ole Schöttelndreier wieder ins Tor zurück. Jannik Oltrogge und Lorenzo Paldino sind beschwerdefrei aus ihrem Einsatz bei der Reserve hervorgegangen und stehen somit wieder zur Verfügung. Auch Tigrinho, bei dem am Donnerstag die Fäden nach einer Platzwunde gezogen wurden, ist einsatzbereit. Rodi Celik befindet sich nach seiner Muskelverletzung wieder im Training. Nieber hat nahezu freie Auswahl. „Es trainieren viele sehr gut und drängen sich auf“, sagt der Coach.

Am Sonntag, 10.11.2019 reisen unsere Germanen zum SC Spelle/Venhaus. Das Spiel wird im Getränke-Hoffmann-Stadion in Spelle um 14:00 Uhr angepfiffen Seid wieder dabei und unterstützt unser Team.