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Schwalbe Tündern gastiert am Deister

Mit dem HSC BW Tündern empfangen unsere Germanen am Sonntag, 04.10.2020 um 15:00 Uhr ein Team, das den Abbruch der letzten Saison scheinbar gut verarbeitet hat. Blickt man auf den Start in die neue Saison 2020/21, kann der Eindruck entstehen, dass die Mannschaft von Trainer Tim Piontek in dieser Saison anderes vor hat.

Der Verein wurde im Jahre 1928 als SC Schwalbe Tündern gegründet und schloss sich zwei Jahre später mit dem 1911 gegründeten Lokalrivalen Concordia zu TSV Schwalbe Tündern zusammen. Im Jahre 1953 spaltete sich der SC Schwalbe Tündern wieder ab und nahm dann im Jahre 1974 den Namen SC Blau-Weiss Schwalbe Tündern an. Im Jahre 1999 fusionierte dieser mit dem Hamelner SC und nahm seinen heutigen Namen an. Neben Fußball bietet der HSC BW Tündern auch noch Tischtennis an.

Die Fußballer traten jahrzehntelang lediglich auf Kreisebene an, ehe im Jahre 1980 der Aufstieg in die Bezirksklasse gelang. Sieben Jahre später gelang der Aufstieg in die Bezirksliga, aus der die Mannschaft 1991 wieder absteigen musste. Zwei Jahre später gelang der zweite Aufstieg in die Bezirksliga, ehe es 1998 wieder hinunter in die Bezirksklasse ging. Der dritte Aufstieg in die Bezirksliga gelang dann im Jahre 2000. Zunächst wurde der HSC Vizemeister der Bezirksklasse hinter dem SV Nienstädt 09 und setzte sich dann im Entscheidungsspiel um den Aufstieg im Elfmeterschießen gegen den FC Ambergau-Volkersheim durch. Nach nur einem Jahr folgte der direkte Wiederabstieg.

2002 und 2003 hatte Tündern Chancen zum Wiederaufstieg, als die Mannschaft 2002 und 2003 in der Bezirksklasse jeweils Vizemeister hinter dem SV Degersen bzw. dem TSV Deinsen wurde. Die Entscheidungsspiele wurden 2002 gegen Eintracht Afferde mit 0:3 und 2003 gegen Union Stadthagen im Elfmeterschießen verloren. Erst im Jahre 2005 gelang als Meister die Rückkehr in die Bezirksliga, dem zwei Jahre später der Aufstieg in die Bezirksoberliga Hannover folgte, die bis ins Jahr 2010 gehalten werden konnte. Ein Jahr später gelang der direkte Wiederaufstieg in die mittlerweile in Landesliga Hannover umbenannte Spielklasse. 2019 gelang schließlich der Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen. Zwar wurde die Mannschaft in der folgenden Saison 2019/20 Tabellenletzter, verblieb jedoch in der Oberliga, da der Abstieg wegen der COVID-19-Pandemie ausgesetzt wurde.

Nach den ersten vier Spielen der laufenden Saison steht für den HSC noch keine Niederlage auf dem Konto. Zum Saisonauftakt gelang ein knapper 1:0-Heimsieg gegen den MTV Wolfenbüttel. Danach drei Unentschieden gegen den MTV Gifhorn (2:2) und dem SV Arminia Hannover (3:3) im heimischen Stadion ‚Kampfbahn Hameln‘ sowie einem 1:1 bei Eintracht Northeim. In der Oberliga gab es bislang nur einen Vergleich mit unseren Germanen. Am 31.10.2020 endete die Partie im Stadion an der Ammerke mit einem 1:0-Sieg: Torschütze Jos Homeier in der 81. Spielminute. So soll es auch nach dem zweiten Aufeinandertreffen sein, so Trainer Paul Nieber nach der Pressekonferenz am 01.10.2020 in der Stadtsparkasse Barsinghausen.

Als am vergangenen Samstag die Mannschaftsaufstellung unserer Germanen für das Oberligaspiel beim SV Ramlingen/Ehlershausen bekannt gegeben wurde, stand neben der Nummer 13 in der Startformation von Coach Paul Nieber der Name Bo-Börge Drath. Das kam für alle außerhalb des Teams der Deisterstädter sehrüberraschend, denn der 20-jährige Außenverteidiger war zuvor nicht als Neuzugang genannt worden und noch bei keiner Partie im Kader gewesen. Drath durfte in Ramlingen nach einer verletzungsbedingten zweiwöchigen Trainingspause gleich von Anfang an links hinten ran. Ob er auch gegen Tündern beginnt, hängt sicherlichauchvon der Genesung Wlad Maslyakovs ab, der aufgrund einer Erkältung noch nicht wieder bei voller Kraft ist. „Germania kommt langsam in Tritt, es sind ja auch viele Neue dazugekommen“, sagt der Zugang an der Ammerke. „Das Team muss sich noch finden, das braucht auch mal ein paar Spiele.“

Nach zehn Jahren im Nachwuchsbereich bei 96 und einem halbjährigen Gastspiel bei der Bundesliga-U19 des VfL Osnabrück nahm sich Drath im Sommer 2019 eine Pause, um sich nach einigen Verletzungen erst einmal zu sortieren, in welche berufliche Richtung es für ihn gehen soll. Er wählte das Studium des Sportmanagements und entschloss sich im vergangenen Winter, beim Regionalligisten Altona 93 Hamburg wieder Fußball zu spielen. „Doch dann kam Corona“, sagt Drath. Den gebürtigen Laatzener, der bei Germania Grasdorf das Fußballspielen erlernt hatte, zog es zurück zur Familie nach Hannover und über den Kontakt zu Nieber vor einigen Wochen dann an den Deister.

Der Helden der Woche nach dem 2:1-Auswärtssieg beim SV Ramlingen/Ehlershausen: Lorenzo Paldino.

Foto: Peter Kahre

Vorschau:

OLN: 1FCGEL vs. HSC BW Tündern am Sonntag, 04.10.2020 um 15:00 Uhr im Stadion an der Ammerke. Seid wieder dabei und beachtet dabei die Corona-Regeln. Zur Online-Registrieung geht es hier.

Die geänderte Corona-Verordnung für den Amateursport, die bis zum 08.10.2020 in Kraft bleiben soll.

OLN: MTV Wolfenbüttel vs. 1FCGEL am Samstag, 10.10.2020 um 16:00 Uhr im Meeschestadion.

Niedersachsenpokal: MTV Gifhorn vs. 1FCGEL am Mittwoch, 14.10.2020 um 19:30 Uhr im GWG-Stadion in Gifhorn.

OLN: 1FCGEL vs. MTV Gifhorn am Sonntag, 18.10.2020 um 15:00 Uhr im Stadion an der Ammerke.