Mirko Dismer

Steckbrief

Position: Verteidigung

Im Team seit: 2008

Vorheriger Verein: TSV Havelse

Geburtstag: 02.07.1990 (26 Jahre)

Geburtsort: Gehrden

Wohnort: Hannover

Spitzname: –

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Im Portrait

Das Interview

In der Saison 2008/2009 wechselte der Egestorfer Jung vom TSV Havelse zurück zu seinem Heimatverein in die Landesliga. Seitdem ging es stetig bergauf, inzwischen sogar in die vierthöchste Spielklasse Deutschlands – die Regionalliga Nord. Seit 2015/16 hat Mirko Dismer das Kapitänsamt inne und kommt auf insgesamt 136 Einsätze für die Germania in Oberliga, Regionalliga, Niedersachsen- und DFB-Pokal.

Ich kam damals zum 1.FC Germania, weil… ich eine besondere emotionale Verbundenheit zu meinem Heimatverein habe und gleichzeitig die Möglichkeit gesehen habe, mit dem damaligen
Landesliga-Team etwas Einzigartiges aufzubauen.

Mein persönliches Saisonziel mit dem 1.FC Germania heißt… mindestens Platz 14. So haben wir es gemeinsam im Trainingslager formuliert. Daneben ist es mir genauso wichtig, dass unsere
Mannschaft ihre Werte und Tugenden beibehält. Bei beiden Bereichen – sportlich und charakterlich –
sehe ich uns auf dem richtigen Weg.

Dieses Spiel für Germania liegt mir besonders in Erinnerung:
Sehr viele. Das Aufstiegs-Spiel gegen Altona war für mich besonders – vielleicht gerade weil ich
verletzungsbedingt zuschauen musste. Der unbedingte Wille der Mannschaft war beeindruckend
von außen zu beobachten. Dass verdiente und den Verein prägende Spieler wie Andreas Baranek
und Jan Baßler zum Schluss auf dem Platz gestanden haben, hat mich dabei besonders gefreut.

Auf dieses Stadion freu(t)e ich mich am meisten in der Regionalliga: Ein volles Stadion an der
Ammerke am letzten Spieltag.

Meine Freizeit verbringe ich folgendermaßen:
Beruflich, durch Fußball und paralleles Studium bin ich zeitlich leider recht eingeschränkt. An freien
Tagen oder Wochen reise ich sehr gerne.

Mein Lieblingsverein: 1. FC Germania

Beste(r) Kumpel im Team: Die Nummern 1-33. Wenn ich jemanden hervorheben muss, dann
sicherlich Marek, mit dem ich seit Beginn in der G-Jugend zusammenspiele, zusammen zur Schule
gegangen bin und bis heute sehr gut befreundet bin.

Lieblingsbier: Das klassische 3-Punkte-Bier nach einem Sieg.

Lieblingsfach damals in der Schule: Sport

Das hasse ich am Fußballsport am meisten: Niederlagen und Verletzungen

Diese Sportarten faszinieren mich: Ich verfolge viele weitere Sportarten. Wirklich “faszinieren” tut mich aber nur der Fußball.

Meinung zu den Fans: Um es mit den Worten unseres ehemaligen Torjägers Ermin Vojnikovic zu
sagen: “Hut hoch!” 😉 Es ist wirklich beeindruckend, was in dieser Saison entstanden ist. Was mich dabei besonders freut, ist, dass Team und Fans immer näher zusammenrücken.

Xbox oder PS? Weder noch

Steh- oder Sitzplatz? Mal so, mal so.

FIFA oder PES? FIFA

Mc Donalds’s oder Burger King? McDonalds

Android oder iOS? iOS

Stadt oder Land? Die richtige Mischung aus beidem. Grundsätzlich aber eher Land.

Egestorf oder Langreder? Egestorf-Langreder

Große Arena (Lübeck) oder besinnliche Landschaft (Eichede)? Am liebsten irgendwann eine große Arena in besinnlicher Landschaft am Deister… 😉

Moin Mirko, wie gehts dir nach dem Kraftakt in Rehden?
Sehr gut, danke! Ich muss allerdings sagen, dass die Augen seit Montag schon wieder auf
Hildesheim gerichtet sind.

Wie sehr wirkt sich die sportliche Situation auf die Atmosphäre im Team aus?
Die Atmosphäre ist unabhängig von der sportlichen Situation überragend. Sicherlich hilft es der
Stimmung, dass wir uns nun endlich für die Arbeit mit Punkten belohnen.

Es haben sich ja einige Fans auf den Weg Richtung Diepholz gemacht, die das Geschehen
stimmungstechnisch zum Heimspiel machten. Sind das Momente, wofür es sich umso mehr zu
kämpfen lohnt, um die Klasse zu halten?
Definitiv! Mich macht es unwahrscheinlich stolz, dass wir so einen Rückhalt haben. Ich bin mir
sicher, dass die Fans einen wichtigen Anteil daran haben, dass wir das Ruder aktuell noch einmal
rumreißen können.

Mit 19 Punkten aus den letzten sieben Spielen seid ihr die formstärkste Mannschafte der Liga. Hast du nach der letzten Niederlage, 1:4 in Hamburg, mit so einer Punkteausbeute gerechnet?
Man kann ja schon sagen, dass ihr momentan im wahrsten Sinne des Wortes erschreckend gut spielt. Woran liegt das deiner Meinung nach?
Ich glaube, dass das Spiel in Hamburg ein allerletzter Weckruf war, den wir auch so in der
Mannschaft besprochen haben. Wir haben auch in den vergangenen Jahren immer wieder zeigen
können, dass wir in den entscheidenden Momenten funktionieren und fokussiert auf unser Ziel
hinarbeiten. Deshalb traue ich dieser Mannschaft grundsätzlich sehr viel zu. Es wäre aber
vermessen zu sagen, dass ich fest mit dieser Ausbeute gerechnet habe. Wir wollen aber trotzdem
noch mehr… 😉

Gab es innerhalb dieser Serie ein Spiel, das in deinen Augen leistungstechnisch herausstach?
Das Spiel gegen Flensburg war spielerisch besonders. Neben der vielen engen Duelle im
Abstiegskampf konnten wir zeigen, dass wir uns auch vor absoluten Top-Mannschaft nicht
verstecken müssen. Im Gegenteil: Wir haben die Partie über weite Strecken spielerisch dominiert.

Gegen Lupo, Lüneburg und Weiche lagt ihr hinten, konntet das Spiel jeweils aber noch drehen, zählst du die Moral zu euren größten Stärken?
Ja. Jeder Spieler weiß um seine und die Fähigkeiten seines Nebenmannes. Da zählen auch Wille und
Moral zu. Deshalb gibt es auch keinen Grund, bei Rückstand in Panik zu verfallen.

Nach einer solchen Serie könnte man glatt davon sprechen, so gut wie durch zu sein, aber es sind gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf den potenziellen Abstiegsplatz 15. Wie schwer ist es diesen Umstand während des Spiels auszublenden, insbesondere, wenn man zurückliegt?
Ein wichtiger Faktor in den letzten Wochen war, dass wir uns nicht mit den Ergebnissen anderer
beschäftigt haben, sondern nur unsere Leistung im Blick hatten. Es gibt keinen Anlass, etwas daran
zu ändern – zumal wir mittlerweile in der Situation sind, es eigener Hand zu haben.

Du persönlich hast schon in der Jugend des TSV Egestorf gekickt und fandest über Havelse wieder zurück an die Ammerke. Seit 2009 gehörst du der 1. Herrenmannschaft an. Macht es den ohnehin schon vorhandenen sportlichen Erfolg umso schöner, wenn man ihn in der Heimat erlebt?
Der Verein spielt eine ganz besondere Rolle in meinem Leben. Dass ich auf demselben Platz, auf
dem ich vor knapp 20 Jahren noch als Keeper und mit Marek in der Abwehrreihe vor mir nun in den
DFB-Pokal einziehen und Regionalliga spielen darf, ist einzigartig.

Mit der Erfahrung der ersten Regionalligasaison, gibt es etwas in Hinblick auf die Vorbereitung im vergangenen Sommer, was ihr jetzt anders machen würdet?
Nichts Grundsätzliches. Das würde auch nicht unserer Philosophie entsprechen, die immer auf viel
Konstanz gesetzt hat. Ich bin mir sicher, dass unser Trainerteam uns optimal vorbereitet in die neue
Saison schicken wird.

Sonntag begrüßen wir den VfV 06 Hildesheim an der Ammerke, bevor es nächste Woche am letzten Spieltag zum Derby gegen den TSV Havelse kommt. Pusht dich die Situation, die Saison mit zwei Derby-Heimspielen zu beenden, ein wenig?
Derbys sind immer klasse und können natürlich noch ein paar Prozent Extra-Motivation bringen. Da
ich uns derzeit aber bereits bei 100% Motivation sehe, ist ein Derby nicht notwendig, um uns zu
zusätzlich zu pushen.

Die Nachbarn aus Garbsen brennen sicher darauf, uns in die Oberliga zu schicken, das würde es am letzten Spieltag sicher schwierig werden. Ist es umso wichtiger, den Sack bereits gegen den VfV zuzumachen?
Dass wir auch motivierte Havelse zuhause schlagen können, haben wir in der Vergangenheit
gezeigt. Ich bin mir sicher, dass wir am Wochenende bereits den entscheidenden Schritt machen
werden. Deshalb beschäftige ich mich aktuell nicht mit Havelse.

Sind die Heimspiele ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz?
Natürlich – auch wenn zuletzt ebenfalls die Auswärtsspiele durch die überragende Unterstützung zu
Heimspielen wurden. Spätestens nach unserem Sieg im Pokal gegen Osnabrück, dürfte auch dem
Letzten klar geworden sein, dass es bei trotz aller Gastfreundschaft an der Ammerke wenig Spaß
machen kann, hier Fußball zu spielen. 😉

Dein Tipp für das kommende Hildesheim-Spiel?
Heimsieg Germania – das konkrete Ergebnis ist zweitrangig.

Vielen Dank, bis Sonntag!

 

Das Interview führte Marcel Gudian am 12.05.2017