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Schuss, Traumtor, Abpfiff und ab ins Viertelfinale

Viele hatten sich schon mit einem torlosen Unentschieden und der Entscheidung im Elfmeterschießen abgefunden. Dann kam aber in der Nachspielzeit noch der große Auftritt von Marco Schikora im Lupo-Stadion.  Aus gut 20 Metern erzielte er das Tor des Tages und zugleich auch ein Traumtor. Somit sicherte er Germania den Einzug in das Viertelfinale des Niedersachsenpokals.

Die Partie war von Beginn an hart umkämpft und mit vielen Nickligkeiten und grenzwertigen Zweikämpfen gespickt. Ein zerfahrenes Spiel auf beiden Seiten. Es gab viele Standards durch Freistöße und Ecken. Lupo Martini Wolfsburg hatten die erste echte Torchance des Spiels durch Razak Iddrisu. Der linke Flügelspieler spitzelte die Kugel an Markus Straten-Wolf, aber auch am Tor vorbei (17. Minute). Die erste gute Chance für Germania besaß Christoph Beismann. Er zog das Leder aus gut 20 Metern aufs Tor und Lupo-Torwart Marius Sauss musste sich schon strecken, um das Spielgerät über die Latte zu lenken (22.).

Dann ein Platzverweis für den Gastgeber (29.): zunächst wurde David Chamorro gefoult und bekam dafür auch den fälligen Freistoß. Kurz nachdem der Schiedsrichter gepfiffen hatte, wollte unser Kapitän Mirko Dismer den Ball noch wegschlagen. Sein Schuss streifte Chamorro unabsichtlich. Eine Rudelbildung brach aus. Anschließend gab es gelb für Dismer wegen unsportlichen Verhaltens und rot für Chamorro wegen einer Tätlichkeit.

Bis zur Pause passierte dann nicht mehr sehr viel. Joshua Siegert und Jannik Oltrogge hatten kurz hintereinander eine Doppelchance (38.). Erneut war es Sauss bzw. die vielbeinige Lupo-Abwehr die ein Tor verhinderten. Somit ging es mit einem gerechten Unentschieden in die Kabine.

Nach gut einer Stunde kochte die italienische Fußballseele hoch. Der schnelle Iddrisu lieferte sich ein Laufduell mit dem eingewechselten Dominik Behnsen. Der Rechtsverteidiger, zur Pause für den bereits verwarnten Dismer gekommen, blieb Sieger, sein Gegner kam im 16er zu Fall. Der Schiedsrichter ließ zu Recht weiterspielen. Die erste Chance nach der Pause hatte für Germania unser Innenverteidiger Robin Gaida. Er konnte einen von Siegert lang in den Lupo-Strafraum gebrachten Pass nicht ganz erreichen, sodass sein Kopfball nur im Toraus landete.

Mit zunehmender Spieldauer ließen verständlicherweise bei unseren Gastgebern die Kräfte mehr und mehr nach. Germania setzte Lupo weitgehend in dessen Hälfte fest und besaß auch ein paar Torchancen. U. a. Siegert und der von den mitgereisten Germanen-Fans mit großem Jubel empfangene Hendrik Weydandt, hätten die Germanen auf die Siegerstraße bringen können. Weydandt wurde von Trainer Jan Zimmermann für Torben Engelking eingewechselt (79.).

Der Schiedsrichter schaute schon auf die Uhr, da landete der Ball bei Schikora. Der Linksverteidiger nagelte das Leder in der 92. Spielminute mit dem rechten Fuß aus über 20 Metern in den linken oberen Torwinkel. Keine Chance für den guten Sauss im Lupo-Tor. Danach ertönte sofort der Schlusspfiff. Anschließend kannte der Jubel in den Reihen der Germanen keine Grenzen mehr.

1fcgel: Markus Straten-Wolf – Mirko Dismer (45. Dominik Behnsen), Marek Waldschmidt, Robin Gaida, Marco Schikora – Jan Bassler, Jannik Oltrogge – Torben Engelking (79. Hendrik Weydandt), Joshua Siegert, Kevin Schumacher – Christoph Beismann (65. Sebastian Baar).
(66. Baar).

Tor: 0:1 (90.+2) Marco Schikora.

Rote Karte: David Chamorro (29./Lupo)

Zuschauer: 400.

Im Viertelfinale treffen unsere Germanen auf den SSV Jeddeloh II. Der angesetzte Spieltag ist der 16.08.2017, Anstoß in der 53acht Arena ist um 19:00 Uhr. Da nur zwei Tage später (Freitag, 18.08.2017) bereits das Punktspiel bei der Reserve der Roten stattfindet, wird es wohl zu einer Spielverlegung kommen.

Am Sonntag, 13.08.2017 ist der FC St. Pauli II unser Gast. Das Spiel wird um 15:00 Uhr im Stadion an der Ammerke, Ammerke 1, in Egestorf angepfiffen. Der Vorbericht erscheint in Kürze. Seid wieder dabei und unterstützt lautstark unser Team.