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Der nächste Gegner: VfB Oldenburg

Sofern das Wetter mitspielt, wird am Sonntag, 12.03.2017 auch im Stadion an der Ammerke wieder der Ball in der Regionalliga rollen. Dann empfängt der 1. FC Germania einen Traditionsverein des niedersächsischen Fußballs. Der VfB Oldenburg von 1897 spielte zeitweise in der 2. Bundesliga und verpasste den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse, der Bundesliga, nur denkbar knapp. In dieser Saison läuft es für den VfB nicht so, wie man es sich vor dem Saisonstart erhofft hatte. Die letzte Begegnung gegen VfV Hildesheim ging im heimischen Marschweg-Stadion mit 0:1 verloren.

Im Hinspiel vor mehr als 1500 Zuschauer hatten unsere Germanen kaum Chancen zugelassen, dennoch ging die Partie beim VfB Oldenburg mit 0:3 verloren. Nach einer guten Anfangsphase, in der sogar die Führung möglich gewesen war, ging der VfB durch einen direkten Freistoß von Daniel Franziskus in der 5. Spielminute in Front. Die intensiv geführte Partie war geprägt von Zweikämpfen, Fouls und Unterbrechungen. In den Strafräumen passierte allerdings nicht allzu viel, weil beide Seiten insgesamt konsequent verteidigten.

In der 20. Minute ließ der VfB den zweiten Treffer durch Ibrahim Temin folgen. Auf Seiten der Germanen wurde es bis zur Pause primär bei Standards gefährlich. Kurz vor der Pause setzte Marek Waldschmidt einen Kopfball im Anschluss an einen Freistoß knapp neben das Tor.

Nach dem Seitenwechsel gingen die Germanen ein höheres Risiko und spielten wesentlich offensiver. Joshua Siegert hatte auch prompt die erste Möglichkeit, doch sein Schuss von der Strafraumkante verfehlte das Ziel nur knapp. Dann flogen hintereinander erst VfB-Trainer Dietmar Hirsch und anschließen der Torschütze zum 1:0 Franziskus vom Platz. Die robust einsteigenden Gastgeber zogen sich mehr und mehr zurück. Es wurde immer hektischer. Das 3:0 für die Oldenburger erzielte Thorsten Tönnies (83.) per Foulelfmeter.

So spielten unsere Germanen in Oldenburg: Markus Straten-Wolf – Mirko Dismer (46. Robin Gaida), Marek Waldschmidt, Yannick Oelmann, Marco Schikora – Sebastian Bönig (40. Roman Busse), Marvin Stieler, Sascha Derr, Kevin Schumacher – Christoph Beismann (59. Torben Engelking), Joshua Siegert.

So wollen unsere Germanen auch gegen den VfB Oldenburg jubeln.

Der VfB Oldenburg ist quasi eines der Gründungsmitglieder der ‚neuen‘ Regionalliga Nord in 2012. In der letzten Spielzeit hatte der VfB lange die Tabellenführung inne und es schien, als könne man an der Tür zur 3. Liga anklopfen. Auf den letzten Metern wurde der VfB allerdings noch vom VfL Wolfsburg II abgefangen und es blieb nur der undankbare zweite Tabellenplatz.

Der VfB hat gegenüber der Vorsaison den halben Kader ausgetauscht. Das spiegelte sich auch bis zum Hinspiel gegen unsere Germanen in den Ergebnissen und dem Tabellenstand wieder. Von Platz 12 ist man inzwischen auf Position 6 geklettert. Im Krombacherpokal kam schon frühzeitig in der Qualifikation das Aus, beim Ligakonkurrenten BSV Rehden ging das Pokalspiel knapp mit 0:1 verloren.

Gernania kann ein paar Buden von Hendrik Weydandt gebrauchen.

Dass seine Mannschaft in der Regionalliga Nord nach dem 1:1 beim FC Eintracht Norderstedt wieder auf Rang 16 zurückgefallen ist, stört Trainer Jan Zimmermann wenig. „Es kostet zu viel Energie, ständig auf die Tabelle zu schauen“, sagt der Coach von Germania. „Ob wir heute auf einem Abstiegsplatz stehen, ist genauso unwichtig, wie nach 30 Spielen fünf Punkte Vorsprung zu haben. Entscheidend ist, dass wir nach dem 34. Spieltag über dem Strich stehen.“ Und diesbezüglich wähnt der Trainer seine Schützlinge auf einem guten Weg: „Die Art und Weise, wie wir spielen, gibt uns Selbstvertrauen.“

Allerdings weiß der Coach schon, dass da ein großes Kaliber anrückt. „Der VfB Oldenburg ist ein großer Name und ein ambitionierter Verein. Und er hat eine top besetzte Mannschaft.“ Dass die Gäste in dieser Saison keine Rolle im Titelkampf spielen, habe vor allem mit erheblichen Verletzungssorgen zu tun. Der VfB verfüge über eine extrem robuste und zweikampfstarke Formation. Bei der 0:3-Niederlage im Hinspiel hätten die Oldenburger seinen Schützlingen den Schneid abgekauft. Das soll diesmal anders aussehen. „Dafür müssen wir in den Zweikämpfen 100 Prozent geben und mutig sein“, fordert der Trainer. Er erwarte ein sehr intensives, sehr schwieriges und sehr schmerzhaftes Duell.

Er traue seiner Mannschaft die Revanche allerdings absolut zu. „Die Jungs präsentieren sich stabil, sie sind fit, wirken fokussiert, von sich überzeugt und sie freuen sich auf jedes Spiel, wollen immer gewinnen.“ Die „gute Mentalität“ seiner Spieler sei ein zusätzliches Pfund. „Und dann brauchst du halt auch das notwendige Quäntchen Glück, denn es sind in dieser Liga meist sehr enge Spiele.“

Optimistisch macht Zimmermann auch, dass beim 1:1 in Norderstedt Hendrik Weydandt wieder getroffen hat: „Wenn man so gut Fußball spielt und so viel arbeitet wie er, wird man auch belohnt. Ich hoffe, dass der Knoten bei ihm geplatzt ist.“ Weydandt habe die Qualität, in jedem Spiel und gegen jeden Gegner sein Tor zu machen. Fehlen wird Jannik Oltrogge (fünfte gelbe Karte), für ihn rückt Marvin Stieler in die Startformation. „Marvin hat zwar noch nicht seinen 100-prozentigen Rhythmus, ist aber im zentralen Mittelfeld eine feste Größe. Auf ihn ist absolut Verlass.“

Am nächsten Sonntag, 12.03.2017 empfanden unsere Germanen im ersten Heimspiel in 2017 den VfB Oldenburg. Die Begegnung wird um 15.00 Uhr im Stadion an der Ammerke in Egestorf angepfiffen. Seid wieder dabei und unterstützt lautstark unser Team.