Vier Monate waren unsere Germanen unbesiegt, holte in fünf Spielen vier Siege und teilte sich einmal die Punkte. Doch das Serien im Fußball irgendwann einmal reißen, gehört auch dazu. So war die Erfolgsserie der Egestorfer am Sonntagnachmittag beim Auswärtsspiel gegen den VfV 06 Hildesheim beendet. Der Oberliga-Tabellenführer unterlag am Sonntagnachmittag verdient mit 1:2 und spürt nun den Atem des Verfolgers aus Delmenhorst. In einer körperbetonten ersten Spielhälfte fand das Team vom Deister nicht so richtig in sein aktives Spiel mit dem Ball, sodass Trainer Boris Besovic bereits nach 40 Minuten zum ersten Mal wechselte. Finn Hoffmann, der unter der Woche wegen einer Verhärtung im Oberschenkel nur reduziert trainierte, musste für Tigrinho weichen.
„Er ist nicht richtig ins Spiel gekommen, ich habe mir dann erhofft, dass wir frühzeitig einen neuen Impuls setzen“, sagt Besovic, der bei der Auswechslung kein Risiko beim angeschlagenen Hoffmann eingehen wollte. „Nicht, dass da noch irgendwas passiert.“ Auch passierte in den verbleibenden fünf Minuten nicht mehr viel. „Es war in Ordnung für beide Teams mit 0:0 in die Kabine zu gehen“, resümierte der Coach die ersten 45 Minuten.
Dafür ließ das erste Tor der Partie nach dem Seitenwechsel gerade einmal vier Minuten auf sich warten – und sollte es in sich haben. Eine Flanke von Cenay Üzümcü aus 25 Metern wurde immer länger und landete statt auf dem Kopf des Mitspielers im Tor von Germania-Schlussmann Mika Ruf, der sich ergeblich
streckte. Auch in der Folge blieben die Hildesheimer Hausherren die gefährlichere Mannschaft und kamen in der 72. Minute durch Torjäger Louis Malina zum 2:0. Zwar parierte Ruf den ersten Versuch noch stark, beim Nachschuss blieb ihm allerdings nur das Nachsehen.
Egestorf-Stürmer Hannes Milan traf nach einem Freistoß von Martin Ofori in der 88. Minute zwar noch zum 1:2-Anschluss, ein Ausgleichstreffer fiel aber nicht mehr. Nach Milans Tor „keimte nochmal so ein bisschen Hoffnung. Wir haben nochmal richtig Druck gemacht. Aber dann war das Ding erledigt“, sagt Besovic. „Der Sieg ist verdient, definitiv.“ Wichtig war der Treffer allerdings trotzdem. Da der SV Atlas Delmenhorst parallel mit 2:1 gegen Spelle-Venhaus gewann, sind beide Teams in der Tabelle nun gleichauf – einzig das Torverhältnis hält die Egestorfer derzeit an der Tabellenspitze.
Die aktuelle Tabelle nach dem 21. Spieltag: 1. 1FCGEL (38 Punkte), 2. Delmnenhorst (38), 3. Heeslingen (35), 4. Bersenbrück (33), 5. Wilhelmshaven (32). Auf den Abstiegsplätzen: 13. Wolfenbüttel (20), 14. Wetschen (12), 14. Lupo Martini (7) und 16. SV Holthausen/Biene (5).