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Der nächste Gegner: FC Eintracht Norderstedt

Zum Saisonfinale geht es für unsere Germanen in der Regionalliga-Nord am Sonntag, 19.05.2019 gegen den FC Eintracht Norderstedt ums Ganze. „Wir können mit einem Spiel die gesamte Saison retten“, so Chef-Trainer Paul Nieber.

Im Dezember war die Welt des FC Eintracht noch in Ordnung. Nach einem 2:2 bei den Jungstörchen von Holstein Kiel stand Norderstedt am Ende des 21. Spieltages mit 29 Zählern auf Platz neun der Tabelle. Der Vorsprung auf Rehden betrug sieben Punkte, der auf den TSV Havelse gar satte zehn. Beide Vereine haben die Eintracht inzwischen längst überholt, denn nach dem 2:2 gegen Kiel sollten in den weiteren Saisonspielen nur noch neun Punkte hinzukommen.

Man kann auch sagen: In der Nach-Drinkuth-Zeit. Denn der 24-Jährige Stürmer, der gegen Kiel das letzte Mal das Eintracht-Trikot trug, wechselte in der Winterpause zum SC Paderborn, der ihn gleich weiter an den Drittligisten SF Lotte verlieh. Zwar war Felix Drinkuth nicht der einzige Spieler, der die Eintracht im Winter verließ. Auch der technisch versierte Mittelfeldlenker Deran Toksöz, Linksverteidiger Rico Bork oder Kangmin Choi packten ihre Sachen. Doch kein Weggang wog annähernd so schwer wie der von Drinkuth. Ohne seinen Torjäger, der mit seinen elf Saisontreffern noch immer der mit Abstand beste Norderstedter Schütze ist, lief bei der Eintracht in der Offensive nicht mehr viel zusammen.

Nachdem die Mannschaft schließlich in 343 Spielminuten ohne eigenen Treffer blieb, entließ der Verein im April Trainer Dirk Heyne. Das Kommando übernahm der 63-Jährige Fußballlehrer Jens Martens, der zuvor die A-Junioren des Vereins trainiert hatte. Unter Martens holte das Team gleich im ersten Spiel beim SSV Jeddeloh II ein 1:1-Unentschieden und durfte nach einem weiteren Unentschieden in Lüneburg (2:2) sowie zwei Siegen gegen Lupo Martini Wolfsburg und dem FC St. Pauli sogar vom vorzeitigen Klassenerhalt träumen. Doch dann folgte die jüngste 0:2-Heimniederlage gegen Hannover 96 II, so dass es jetzt an der Ammerke zum Abstiegs-Endspiel gegen den 1. FC Germania kommt.

Nach nur einem Punkt in den letzten acht Spielen und zuletzt fünf Niederlagen in Serie steht der 1. FC Germania erstmals in dieser Spielzeit auf einem direkten Abstiegsplatz. Nur bei einem Sieg ziehen unsere Germanen an den Gästen vorbei, die derzeit knapp über der Abstiegslinie platziert sind. Ob die Mannschaft von Trainer Nieber dann auch wirklich gerettet ist, ist nicht sicher. Denn vor dem großen Saisonfinale ist in der Abstiegsfrage noch einiges unklar.

Die Abstiegskampfszenarien der Regionalliga Nord: Die Frage, wer in die Oberliga absteigen muss, entscheidet sich nicht final am letzten Spieltag. Wie viele direkte Abstiegsplätze es gibt und welche Mannschaft am Ende in einer Relegation gegen den Oberligazweiten ran muss, beeinflussen der Regionalligameister VfL Wolfsburg II und Drittligist Eintracht Braunschweig. Konkret bedeutet dies: Setzt sich die Wolfsburger Reserve in der Relegation am 22. und 26. Mai gegen Bayern München II durch und schafft Braunschweig am Sonnabend gegen Energie Cottbus (13:30 Uhr) den Klassenerhalt, gibt es nur zwei direkte Absteiger, und der Drittletzte spielt gegen Eintracht Northeim oder den HSC, in der Oberliga fällt die Entscheidung am Samstag, 18.05.2019. Scheitert Wolfsburg und Braunschweig rettet sich oder schaffen es die jungen Wölfe und die Eintracht muss in die Regionalliga absteigen, gehen die letzten drei Teams in die Oberliga, und der Viertletzte spielt die Relegation. Der schlechteste Fall wäre es, wenn die VfL-Reserve nicht auf- und Braunschweig absteigt. In dem Fall gibt es einen zusätzlichen Absteiger, also insgesamt vier und und der 14. der Tabelle müsste die Relegation bestreiten.

Germanen-Präsident Ralf Dismer, der kürzlich ohne Gegenstimme auf der Jahreshauptversmmlung von Germania wiedergewählte wurde, will gar nicht zu viel rechnen: „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen.“ Hoffnung schöpft er aus der Leistung in der zweiten Hälfte beim Meister VfL Wolfsburg II. Da stimmte der Einsatz, zuvor war das nicht immer der Fall.

„Wir sind nach der Winterpause passabel gestartet, dann kamen ein paar unglückliche Niederlagen und wir waren im Abwärtsstrudel.“ Daraus will sich das Team nun befreien. „Norderstedt ist nicht unschlagbar“, betont Trainer Nieber. Das zeigte seine Elf beim 4:0 im Hinspiel. Allerdings fehlt Jannik Oltrogge im Endspiel aufgrund seines Muskelfaserrisses, Zeki Dösemeci trainiert seit Mittwoch wieder voll mit und steht zur Verfügung.

Die bisherigen Spiele in der Regionalliga (aus Sicht des 1. FC Germania): 0:0 (H), 1:1 (A), 0:0 (A), 1:2 (H), 4:0 (A).

Alle Spiele des 34. Spieltages und die Tabelle findet ihr hier.

Am Sonntag, 19.05.2019 geht es für unsere Germanen um alles oder nichts. Zu Gast ist die Eintracht aus Norderstedt. Das Spiel gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf wird um 14:00 Uhr im Stadion an der Ammerke, Ammerke 1 in Egestorf angepfiffen. Seid dabei und unterstützt unser Team bei der Mission Klassenerhalt. Motiviert eure Verwandten, Freunde und Nachbarn, denn es kommt auf jeden Zuschauer an, der die Jungs in den 90 Minuten anfeuert.