Am Ende teilten sich Germania und Lohne beim 2:2 (0:2) zum Oberligaauftakt die Punkte, der kaum wilder hätte sein können. Dabei spielte das Team von Trainer Boris Besovic 45 Minuten mit einem Mann mehr, verschoss einen Strafstoß und holte nach der Halbzeit noch die Zwei-Tore-Führung der Blau-Weißen auf. Nach einem offenen Start waren es zunächst die Gäste, die das erste Ausrufezeichen setzten. Nach 31 Minuten besorgte Kapitän Thorsten Tönnies den Lohnern den 1:0-Führungstreffer. Nach Freudensprüngen war Besovic auch in den weiteren Minuten bis zur Pause nicht. Denn Jakob Völkerding zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern direkt über die Mauer hinweg zum 2:0 aus Sicht der Gäste (43.).
In der Nachspielzeit bot sich der Germania dann doch noch die Chance auf den Anschlusstreffer. Gäste-Schlussmann Marko Dedovic räumte Hasan Özdemir im Strafraum ab, Schiedsrichter Jannik Weinkauf pfiff Elfmeter und schickte Dedovic zusätzlich noch mit Rot vom Feld. Ersatz-Kapitän Pino Ballerstedt schnappte sich den Ball, den kühlen Kopf aber behielt der eingewechselte Keeper Niklas Vocks, der den halbhohen Versuch aus elf Metern abwehrte. Den direkten Nachschuss setzte Hannes Milan an den Pfosten. Bei Besovic und Co-Trainer Sascha Derr rauchten nach dem Halbzeitpfiff noch etwas länger die Köpfe, bevor auch sie in die Kabine verschwanden.
Und ihre Ideen zündeten direkt nach Wiederbeginn. Nach sechs Minuten bekamen unsere Germanen den nächsten Foulelfmeter zugesprochen. Daniel Zürn übernahm die Verantwortung, blieb eiskalt und versenkte den Ball im Netz. Nach dem 1:2-Anschlusstreffer witterte sein Team die Chance, drückte die Gäste komplett in deren Hälfte ein, wurde aber nicht zwingend genug. Es dauerte bis zur 78. Minute. Bei einem misslungenen Lohner Klärungsversuch landete der Ball direkt vor Ballerstedts Füßen, der den Ball aus 16 Metern unhaltbar in den Knick jagte. Ein weiterer Treffer sollte an diesem Sonntag im Stadion an der Ammerke allerdings nicht mehr fallen.
„Irgendwo musst du zufrieden sein nach so einem schwierigen, intensiven Spiel, wenn du hier einen Punkt mitnimmst“, sagte Besovic. Er resümierte: „Es war am Ende des Tages von uns nicht zwingend genug, wir haben über 50 Minuten mit einem Mann mehr gespielt. Aber auch das sage ich mit Vorsicht. Es sind 30 Grad gewesen, und wenn du hier mit 190 Puls hoch und runter rennst, dann ist das eine andere Sache“