Beim dritten Sieg in Folge hätte Germania das Spiel gar nicht wirklich spannend machen müsssen. Zittern mussten unsere Germanen beim 1:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den SC Spelle-Venhaus am 19.04.2026 allerdings auch nicht. Dabei hätte die Partie bereits nach etwas mehr als einer Viertelstunde entschieden sein können. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als der pfeilschnelle Hannes Milan einen sauber über Lasse Denker ausgespielten Konter nach einer Ecke der Gäste platziert zum frühen Führungstreffer über Spelle-Keeper Bernd Lichtenstein hinweg schoss. Kurz darauf war es wieder Milan (6.), der frei vor Lichtenstein aus kürzester Distanz zu wenig Druck hinter den Ball bekam, und Jonas Lübke (8.), dessen ebenso schwacher Abschluss kurz vor der Linie geklärt werden konnte. Der Druck der Egestorfer ließ auch trotz der beiden vergebenen Riesenchancen nicht nach, und so hatte Joshua Siegert (17.) aus 25 Metern den Gäste-Schlussmann eigentlich überwunden, der Heber des Kapitäns verfehlte das verwaiste Tor allerdings um wenige Zentimeter.

Entlastung vom Egestorfer Dauerdruck verschafften sich die Gäste, wenn überhaupt, durch Konter (29., 35.), wirklich gefährlich wurden sie in der ersten Hälfte aber nicht. Hochverdient ging die Germania mit der Führung in die Kabine. „Dass wir nur mit 1:0 in die Halbzeit gehen, ist für Spelle schmeichelhaft“, kommentierte Trainer Boris Besovic.

Zur Halbzeit wechselte der Coach und brachte Daniel Zürn für den unauffälligen Martin Ofori. Zürn, dessen Vertrag die Egestorfer vorzeitig verlängerten, brachte auf der rechten Seite in der zweiten Spielhälfte Sicherheit ins Spiel. „Daniel hat einen sagenhaften rechten Fuß. Er hat einen Wahnsinnsschuss“, schwärmt Besovic. Überrascht sei sein Trainer über das starke erste Herrenjahr des 20-Jährigen zwar nicht, „aber dass er es dann doch so souverän und gut spielt, das freut mich und uns ungemein. Das ist auf jeden Fall ein Mann für die Zukunft.“ Fast legte er Milan sogar noch einen Treffer auf, der Stürmer scheiterte aber knapp am abermals starken Lichtenstein.

Und so konnten sich die Germanen glücklich schätzen, dass ihr Chancenwucher in der 62. Minute nicht bestraft wurde. Die bis dahin beste Chance der Gäste durch Tom Winnemöller aus kürzester Distanz parierte Bennet Ruf überragend. Viel passierte im Stadion an der Ammerke danach nicht mehr. „Sehr anstrengend“ und „intensiv“ sei die Partie gewesen, so Besovic. „Am Ende des Tages bin ich natürlich froh, dass wir gewonnen haben. 1:0 ist ein dreckiges Ergebnis heute.

22.04.2026: TSV Wetschen vs. 1FCGEL 2:2 (1:1)

Unter der Woche kamen unsere Germanen beim Tabellenvierzehnten nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. „Selbstverständlich haben wir uns das anders vorgestellt. Ein Sieg war definitiv drin“, sagte Trainer Boris Besovic. Dabei hatte seine Elf schon nach acht Minuten großes Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nach einem Stellungsfehler von Dominik Swientek landete der Ball über Umwege bei Moritz Raskopp, der aus wenigen Metern das leere Tor verfehlte. Nur zwei Minuten später machte Lübke es auf der Gegenseite besser und ließ einer schönen Kombination von Finn Hoffmann und Tigrinho seinen zehnten Saisontreffer folgen. Allerdings hielt die Führung nicht lange. Per Hacke schob Raskopp den Ball an Bennet Ruf vorbei zum Ausgleich (21.). Trotz zweier Treffer und vieler Chancen auf beiden Seiten sollte die zweite Hälfte noch einmal ein gutes Stück wilder werden.

Erst pfiff Schiedsrichter Jan Krummen einen fragwürdigen Strafstoß für die Gastgeber, den Raskopp präzise verwandelte (58.). Dann schickte er erst Wetschens Julian Fehse (67.) und kurz danach auch noch Tigrinho (69.) mit Gelb-Rot vom Platz. „Es tut mir leid, aber da muss ich mich auch fragen, was man da sieht. Das ist einfach nichts und das ärgert mich auch sehr“, kritisierte Besovic den zweiten Platzverweis. „Das war überhaupt nicht gelbwürdig.“ Das Team vom Deister rannte weiter an. Mit seinem ersten Ballkontakt traf Daniel Zürn per direktem Freistoß aus 20 Metern sehenswert zum 2:2. Kurz vor Spielende hatte er dann noch die große Chance zur erneuten Führung, TSV-Schlussmann Lars Goebel war allerdings rechtzeitig abgetaucht. „Am Ende des Tages kann ein Punkt noch Gold wert sein. Genauso hätten wir es verlieren können“, so der Coach. „Es spricht für die Moral, dass wir wieder zurückkommen.“

Die aktuelle Tabelle nach dem 26. Spieltag: 1. Delmnenhorst (56 Punkte), 2. Heeslingen (50), 3. 1FCGEL (48), 4. VfV Hildesheim (43), 5. Meppen II (44). Auf den Abstiegsplätzen: 13. Wolfenbüttel (29), 14. Wetschen (22), 15. SV Holthausen/Biene (13) und 16. Lupo Martini (12). Lupo steht als erster Absteiger fest.

Nächstes Spiel (OLN): Lüneburger SK Hansa am Sonntag, 26.04.2026 um 15:00 Uhr in Lüneburg.
Foto: Privat; Bericht: 1FCGEL/HAZ-NP (Maximilian Ehrlich)

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