„Erste Halbzeit mit viel Wind im Rücken“, flachste derweil an anderer Stelle Boris Besovic in Richtung seiner Bank und deutete mit seinem Daumen auf das Feld, über das am Sonntagnachmittag eine frische Brise pfiff. Mit dem, was der Egestorfer Coach schon vor dem Anpfiff prophezeite, sollte er recht behalten. Stürmisch ging es seine Elf in den ersten 45 Minuten an, ehe der SV Wilhelmshaven nach dem Seitenwechsel zweimal gnadenlos effizient zuschlug und durch das 2:0 (0:0) die drei Punkte schließlich mit zurück
an den Jadebusen nahm.
„Das war ein intensives, gutes und faires Spiel. Meiner Mannschaft kann ich gar nicht zu böse oder kritisch sein – man muss immer noch gucken, wer uns alles fehlt“, resümierte der Egestorfer Coach die 90 Minuten. Die erste Gelegenheit gehörte allerdings den Gästen. Kelvin Caos Schuss aus elf Metern rauschte aber knapp am Tor vorbei – Germania-Schlussmann Emil Strauch blickte dem Ball schon nur noch hinterher (10. Minute). Von dieser Großchance wachgerüttelt, übernahmen die Hausherren dann aber die Kontrolle und spielten sich vielversprechend vor das Gäste-Tor (26., 45.). Doch belohnt wurde der Aufwand nicht, es ging mit 0:0 in die Kabine.
Trotz schwacher erster Halbzeit kamen die Gäste mit mehr Rückenwind aus der Kabine und stellte Germania vor allem durch den starken Marten-Heiko Schmidt vor Probleme (48., 54.). Er sollte auch nach 58 Minuten im Fokus stehen, denn ihm gelang der erste Treffer des Nachmittags. Nach dem Tor reklamierten die Germanen ein Handspiel, Schiedsrichter Kevin-Noah Traemann zeigte aber ohne zu zögern zum Mittelkreis. Für sein zweites Tor brauchte Schmidt nur etwas mehr als eine Viertelstunde. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld stand der Wilhelmshavener goldrichtig und schob zum 2:0 ein (77.). „Am Ende des Tages verlierst du gerecht mit 2:0“, sagt Besovic. „Über die Niederlage ist er natürlich enttäuscht. Weil ich denke, dass wir wirklich ein vernünftiges Spiel gegen eine sehr gut eingestellte Mannschaft führen.“