Unsere Germanen haben sich nicht für eine starke Oberligasaison belohnt und den Aufstieg in die Regionalliga verpasst. In der Relegationsrunde verlor das Team von Boris Besovic auch die dritte Partie. Mit einem deutlichen Sieg hätten sie es noch aus eigener Kraft schaffen können. Stattdessen ging das Spiel gegen den SV Todesfelde mit 0:2 (0:0) verloren. Es bestand die große Chance zur Führung für die Germanen: Lasse Denker zog in der 49. Minute mutig aus der Distanz ab. Fabian Landvoigt im SV-Tor hatte allerdings das Glück auf seiner Seite. Er wollte den Ball fausten, verschätzte sich allerdings etwas. Der von ihm leicht abgefälschte Ball klatschte an die Querlatte und wieder ins Feld. Nach dieser Möglichkeit lief bei den Egestorfern allerdings nicht mehr viel zusammen.

Nach ereignislosen 45 Minuten nahm die Partie nach dem Seitenwechsel etwas mehr Fahrt auf. Obwohl die Egestorfer gut in der Partie und spielerisch mindestens ebenbürtig waren, scheiterten sie immer wieder an den eigenen Unzulänglichkeiten im Offensivspiel. Die Abschlüsse waren teils überhastet oder zu unplatziert. Die letzten Pässe kamen in vielen Fällen nicht beim Mitspieler an. Germania-Torwart Bennet Ruf fehlte rotgesperrt nach seinem Platzverweis beim 2:3 beim Blumenthaler SV. Doch an seinem Vertreter Jean-Luca Hacke lag es wahrlich nicht, dass der 1. FC auch im dritten Auftritt als Verlierer vom Platz gehen musste. Er parierte in der 52. Minute zunächst mit einer starken Parade einen Schuss des Todesfelders Maximilian Sergio Musci. Der Ex-Profi von Eintracht Braunschweig, Mirko Boland, flankte im Anschluss genau in die Mitte, Mats Jonathan Klüver traf per Flugkopfball zur Führung.

Germania-Torwart Hacke wehrte sich mit starken Paraden noch gegen weitere Treffer. Zwischenzeitlich rettete auch die eigene Querlatte. In der 89. Minute war Tyler Körting aber doch noch per Kopf zum 2:0 erfolgreich. Mit dem Schlusspfiff sanken die Egestorfer Spieler teils kurzzeitig auf die Knie, ließen sich rücklings auf den Rasen fallen oder verharrten mit Händen in den Hüften auf einem Fleck. Nach kurzem Sammeln gratulierten sie aber sehr zügig dem sportlichen Kontrahenten zum Sieg und zum Aufstieg.

„Großes Kompliment an meine Mannschaft“, sagte Trainer Besovic anschließend. „Dass es so ausgeht, das hatten wir uns natürlich nicht erhofft. Aber es ist in Ordnung. So ehrlich muss man sein“, sagte er. Er habe auf ein frühes Tor im Spiel gehofft, das es aber nicht gab. Somit werde sich das Team nun in der
Sommerpause erst einmal sammeln und neue Kraft tanken. Ob er den Aufstieg in der neuen Saison anpeilt? Zu einer Antwort ließ sich Besovic so kurz nach dem Saisonende noch nicht hinreißen.

In der nächsten Saison sind die Landesliga-Meister SC Hemmingen/Westerfeld (Hannover), SSV Vorsfelde (Braunschweig), SV Drochtersen/Assel II (Lüneburg) und Vorwärts Nordhorn (Weser-Ems) neu in der Oberliga-Niedersachsen.

Stadtmeisterschaften 2026: am 25./26.07.2026 im August-Wenzel-Stadion; Infos folgen.
Foto: Privat; Bericht: 1FCGEL; HAZ-NP (Maximilian Ehrlich);

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