
Selten kommt es im Fußball vor, dass Trainer mit der Leistung ihrer Mannschaft hundertprozentig zufrieden sind. Was der 1. FC Germania Egestorf/Langreder allerdings beim Spiel gegen den MTV Wolfenbüttel leistete, damit hätte Boris Besovic nicht glücklicher sein können. „Die Jungs haben wirklich super gespielt und alles gut aufgenommen, was wir ihnen mitgegeben haben“, sagte Besovic. Noch mehr sogar: „Alles richtig gemacht“ habe sein Team beim souveränen 4:0-Auswärtssieg im ersten Pflichtspiel des Oberliga-Jahres in Wolfenbüttel. Gewohnt dominant startete die Germania in die Partie, musste dann aber doch etwas mehr als eine halbe Stunde auf das erste Tor warten. Kapitän Jonas Lübke war es, der für sein energisches Anlaufen belohnt und ohne größeren Aufwand von MTV-Torwart Direnc Güven zur 1:0-Führung angeschossen wurde.
Bereits vor dem Halbzeitpfiff musste Besovic wechseln und brachte Luis Bövers für Martin Ofori, der nach seiner Verwarnung in der 42. Minute akut rotgefährdet war. Der Wechsel sollte sich nach dem Pausenpfiff noch als Glücksgriff erweisen. Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte waren die Egestorfer spielbestimmend, brauchten aber bis zur 70. Minute für den nächsten Treffer. Eine scharfe Flanke von Bövers fälschte Blerian Halimi entscheidend zum 2:0 ins eigene Tor ab. Auch am dritten Treffer des Tages war Bövers beteiligt. Der 23-Jährige behielt im Strafraum die Übersicht und legte zu Winterneuzugang
Ruwen Albrecht rüber, der in Mittelstürmer-Manier nur noch zur Vorentscheidung einschieben musste. „Ruwen hat einen Topeinstand gegeben, hat hart gearbeitet und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, freute sich Besovic über das Debüt des 19-Jährigen.
Das letzte Wort hatte drei Minuten vor Spielende Finn Hoffmann, der seinen Sololauf mit dem 4:0 krönte. „Besser konnten wir nicht starten“, so der Germania-Coach. „Auch in der Höhe war es verdient, da war kein Tor zu viel oder zu wenig. Von daher bin ich sehr glücklich und sehr zufrieden. Ein Riesenkompliment an die Jungs, das haben sie echt sehr gut gemacht.“
Durch den Sieg in Wolfenbüttel vergrößert Germania den Abstand zu Tabellenplatz zwei vorerst auf vier Punkte. Die Verfolger aus Delmenhorst, Bersenbrück und Spelle-Venhaus hatten an diesem Wochenende allesamt spielfrei – somit thront das Team vom Deister weiterhin auf Rang eins der Oberliga.
Die aktuelle Tabelle nach dem 18. Spieltag: 1. 1FCGEL (35 Punkte), 2. Delmnenhorst (31), 3. Bersenbrück (31), 4. Spelle/Venhaus (31), 5. SV Wilhelmshaven (29). Auf den Abstiegsplätzen: 13. Wolfenbüttel (15), 14. Wetschen (12), 14. Lupo Martini (6) und 16. SV Holthausen/Biene (5).