Beim 4:1 (1:1)-Heimsieg vor 120 Zuschauern im Stadion an der Ammerke gegen den MTV Wolfenbüttel legte das Team von Trainer Boris Besovic einen überzeugenden Auftritt hin. Unsere Germanen tankten nach zuvor drei Niederlagen am Stück Selbstbewusstsein für den Schlussspurt im Titelrennen der Fußball-Oberliga und holten sich zudem Rückenwind für das Halbfinale im Krombacher-Niedersachsen-Pokal am Ostersamstag (Anstoß: 16:00 Uhr) beim Ligarivalen Lüneburger SK Hansa. „Wir haben der Mannschaft in der Teambesprechung eingebläut, dass das heute ein entscheidendes Spiel für uns ist“, sagte der Coach. Und offenkundig sahen die Spieler das ganz genauso. „Die Jungs haben über 90 Minuten das Geschehen bestimmt, haben kaum etwas zugelassen und gut gespielt.“ Vor allem nach der Pause seien sie offensiv zwingender geworden. „Das Ergebnis hätte am Ende noch deutlicher ausfallen können.“

In den ersten 45 Minuten hatte es noch an der letzten Präzision gehapert. „Da fehlten oft ein paar Zentimeter“, sagte Besovic. Dreimal allerdings wurde es für den MTV dann doch richtig brenzlig. In der 25. Minute trug das Pressing der Hausherren erstmals die erhofften Früchte. Der Ball fiel Hannes Milan an der Strafraumkante vor die Füße und dieser jagte die Kugel zum 1:0 in den Winkel. „Ein absolutes Traumtor“, sagte Besovic. Wenig später hätte Milan das 2:0 erzielen können. Er lupfte den Ball über den MTV-Torwart, doch sein Schuss wurde vor der Torlinie geklärt (33.). Nach einem Germanen-Konter bediente Lasse Denker den schnellen Milan, sein Schuss ging knapp am Gehäuse des MTV’s vorbei (36.). „In den letzten Minuten der ersten Hälfte haben wir dann eine kurze Pause eingelegt“, monierte Besovic. Einen zu kurz geratenen Rückpass von Erblin Thaqi zum Germanen-Torwart Bennet Ruf erlief Maximilian Fricke und schob den Ball zum 1:1 in der Nachspielzeit ein (45.+2).

„Eine Kabinenpredigt in der Pause hat dann gewirkt“, sagte der Germanen-Coach. Seine Spieler wirkten jetzt voll fokussiert, machten vom Wiederanpfiff weg nicht nur mächtig Druck, sondern auch zügig Nägel mit Köpfen. Gean Rodrigo Baumgratz (46.) und Denker (50.) entschieden – jeweils nach sehenswerten Angriffen – die Partie vorzeitig. Jonas Lübke ließ nach einer Stunde den vierten Treffer folgen. „In 15 Minuten haben die Jungs alles unter Dach und Fach gebracht“, resümierte Besovic. Im Abschluss zeigten sich die Germanen beim Verwerten ihrer Hochkaräter jedoch ziemlich großzügig: Denker, Lübke, Ruwen Albrecht und Finn Hoffmann bot sich mehrfach die Möglichkeit, es für den MTV noch schmerzhafter werden zu lassen. „Aber bei einem 4:1 wollen wir nicht meckern.“

Wie wichtig dieser Dreier war, ließ Besovic nicht unerwähnt, denn die Konkurrenz (Delemenhost und Heeslingen siegten jeweils mit 1:0) hatte bereits einen Tag zuvor vorgelegt. „Wir standen heute schon unter Zugzwang, wollten den Kontakt nicht abreißen lassen.“ Dem Druck habe das Team standgehalten. „Und jetzt freuen wir uns auf Lüneburg“, blickt der Coach voraus. „Dort wollen wir unseren Job machen und ins Finale des Krombacher-Niedersachsen-Pokals einziehen.“

Die aktuelle Tabelle nach dem 24. Spieltag: 1. Delmnenhorst (44 Punkte), 2. Heeslingen (44), 3. 1FCGEL (41), 4. Meppen II (39), 5. Hildesheim (37). Auf den Abstiegsplätzen: 13. Wolfenbüttel (20), 14. Wetschen (14), 15. SV Holthausen/Biene (10) und 16. Lupo Martini (9).

Krombacher-Niedersachsen-Pokal (Halbfinale): LSK Lüneburg vs. 1FCGEL am Samstag, 04.04.2026 um 16:00 Uhr in Lüneburg.
Nächstes Spiel (OLN): Lupo Martini Wolfsburg vs. 1FCGEL am Sonntag, 12.04.2026 um 15:00 Uhr in Wolfsburg.
Foto: deisterpics/Stefan Zwing; Bericht: 1FCGEL/HAZ-NP (Jens Niggemeyer)

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