Die Stadtmeisterschaften 2026 wurden unter dem neuen Namen Calenberger Masters und mit einem neuen Modus ausgetragen. Gespielt wurde zum einen auf Kreisebene (2 Gruppen mit jeweils 3 Mannschaftten) und zum anderen auf Bezirksebene in einer Gruppe mit 5 Teams, leider hatte der TV Jahn Leveste kurzfristig seine Teilnahme zurückgezogen. Auf Kreisebene holte sich der SV Degersen den Titel, siegte im Elfmeterschießen gegen den Ausrichter VSV Hohenbostel. Auf Bezirksebene hatten unsere Germanen die Nase vor. Alle Vorrundenspiel konnten sie gewinnen und standen am Ende auf Platz 1 der Tabelle. Im Finale 1 gegen 2, Germania gegen Brzeg Dolny, gelang den Germanen in der letzten Spielminute der Siegtreffer durch Christiano Nolte.
In der Bezirksrunde blieb die große Überraschung aus. Schon aus der Gruppenphase zeichnete sich das übliche Bild ab: der 1.FC Germania und der TSV Barsinghausen dominierten und der TSV Kirchdorf und Goltern stemmten sich mit voller Kraft dagegen. Die polnischen Gäste vom KS 1946 Rokita Brzeg Dolny traten allerdings unerwartet stark auf und zogen ins Finale ein. Überschattet wurde die Vorrunde allerdings von einer schweren Verletzung, die sich Janik Haase vom TSV Goltern im letzten Spiel gegen unsere Germanen zuzog. Etwas länger als eine halbe Stunde wurde Haase auf dem Feld behandelt, ehe er mit dick bandagiertem Knöchel vom Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert werden konnte. Diagnose: Teilriss der Achillessehne. Das Spiel wurde beim stand von 1:0 für Germania nicht wieder angepfiffen.
Nach langer Pause und kurzer Beratung entschieden sich die Trainer aller Mannschaften dazu, das Spiel um Platz 3 zwischen Barsinghausen und Kirchdorf im Elfmeterschießen auszutragen. Beim 4:3 behielten die Kirchdorfer die Nerven und schossen sich aufs Treppchen. Ähnlich schon wie im ersten Finale des Tages war auch das Endspiel zwischen den Egestorfern und Brzeg Dolny lange torlos, ehe Cristiano Nolte die Germania per Kopf mit dem Schlusspfiff zum Stadtmeister köpfte. „Ich bin glücklich, keiner hat sich verletzt“, freute sich Egestorfs Trainer Boris Besovic nach dem Turnier, machte aber deutlich: „Du musst es souveräner und konsequenter spielen.“
Es ist auch trotz der schweren Verletzung ein „rundum gelungener Tag für alle Mannschaften“ gewesen, sagt Christian Dietrich vom Ausrichter aus Hohenbostel. „Grundsätzlich hat man gesehen, dass es Sinn macht, in Kreis und Bezirk zu trennen.“ Ob das Turnier im kommenden Jahr wieder in dem Modus stattfinden wird, „werden wir mit allen Vereinen nochmal diskutieren“, so Dietrich weiter.