Aus den Stadionmikrofonen im BSV-Stadion schallte der bekannte Rocky-Hit „Eye of the Tiger“, während der BSV Rehden und unsere Germanen am Samstagnachmittag, 15.08.2026 das nasse Grün der Waldsportstätten betraten. Einen harten Kampf lieferten sich die beiden Teams in den 90 Minuten aber nicht. Vielmehr waren es eigentlich nur Germania, die die schmerzvollen Treffer einstecken mussten und am Ende verdient mit 1:3 (0:1) wieder vom Feld gingen. Das Ergebnis „sieht vielleicht etwas deutlicher aus, als es gewesen ist. Aber ich will nichts schönreden, sie haben verdient gewonnen – weil wir es ihnen irgendwo erlaubt haben“, erkannte Germanen-Trainer Boris Besovic an.
Seine sehr junge Elf – fünf Spieler waren 21 Jahre oder jünger – musste bereits nach 21 Minuten Lehrgeld zahlen, denn der erste Treffer gelang den Gastgebern nach einem Konter. Takang-Ngufor Anubodem behielt die Übersicht für den mitgelaufenen Niklas Bär, der trocken zur 1:0-Führung einschob. Von der Germania war bis dahin recht wenig zu sehen, was sich bis zum Seitenwechsel auch nicht wirklich ändern sollte.
Zu Beginn der zweiten Hälfte hielten sich die Rehdener zunächst etwas zurück, stießen dann aber gnadenlos effizient mitten in eine Egestorfer Drangphase. Gut zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff war es wieder Rehdens Bär, der sein zweites Tor des Tages nachlegte und auf 2:0 stellte. „Das hat schon für ein vorsichtiges Ausrufezeichen gesorgt“, meinte Besovic. Und so verwertete Bär nach 69 Minuten eine Hereingabe eiskalt und machte damit den Dreierpack klar. Da half der Germania der Anschlusstreffer, den der eingewechselte Hannes Milan wenige Augenblicke vor Spielende schoss, auch nicht mehr viel. Sein 1:3 blieb Ergebniskosmetik.
„Sie haben wirklich gute, erfahrene Jungs. Aber als Übermannschaft sind sie hier heute definitiv nicht aufgetreten. Wir haben es ihnen viel, viel zu einfach gemacht“, resümierte Besovic und mahnte: „Unser Spiel gegen den Ball muss einfach deutlich ernsthafter werden, damit meine ich das ganze Team. So kannst du nicht auftreten und verteidigen.“