Sie waren dicht dran am ersten Sieg in dieser Saison: Germania hatte den Lüneburger SK am vergangenen Sonntag am Rande der Niederlage, führte bis kurz vor Schluss und musste beim 2:2 (1:1) dann doch noch den bitteren Ausgleich hinnehmen. „Wenn du den Spielverlauf siehst“, meint Trainer Boris Besosvic, „musst du drei Punkte mit nach Hause nehmen und nichts anderes.“ Dabei kann und will er seinem Team keine Vorwürfe machen: „Sonst bin ich mit dem Spiel der Mannschaft zufrieden. Wir haben vernünftig gespielt und das Spiel dominiert.“ Einzig der Punkte-Ertrag blieb aus..
Die Führung der Gastgeber nach 28. Minuten kam wie ein Nackenschlag daher, denn bis dahin hatten unsere Germanen eigentlich leicht die Überhand. Doch Tjark Etienne Dörr stellte mit der ersten Chance der Lüneburger direkt auf 1:0. Die Antwort sollte aber nicht viel später folgen. Nach einem Handspiel im Strafraum entschied Schiedsrichter Simon Wilken zu Recht auf Strafstoß. Den machte sich Germanias Daniel Zürn zur Aufgabe und schoss den Ball ähnlich sicher wie schon gegen Lohne zum Ausgleich ein.
Noch vor dem Halbzeitpfiff hatte Hasan Özdemir die Möglichkeit, auf 2:1 zu stellen, doch dem Neuzugang vom TSV Havelse blieb sein erster Liga-Treffer verwehrt. „Chancen waren genug da“, so Besovic. „Aber wir haben sie nicht zwingend genutzt.“ Dafür sollte es eine knappe Viertelstunde nach dem Seitenwechsel mit dem zweiten Egestorfer Tor durch Kapitän Pino Ballerstedt klappen. Auch nach der Führung war die Germania weiter am Drücker, das 3:1 gelang aber nicht. „Dann kommt halt Lüneburg mit seinem Auftritt“, so Besovic. Und der gehörte Anton Beer. Sechs Minuten vor Spielende erzielte der Innenverteidiger das 2:2. Besonders bitter: Kurz vor Schluss lief Hannes Milan frei auf das Lüneburger Tor zu, scheiterte aber am starken Schlussmann der Hanseaten.
Auch deshalb sieht der Coach vor allem „diese zwei verlorenen Punkte. Deshalb ist es leider enttäuschend“. Denn: „Der eine Punkt bringt dich nicht wirklich nach vorne.“ So stehen nach vier Partien nun zwei Zähler und Tabellenplatz 15 auf dem Zettel und am 5. Spieltag kommt mit dem Heeslinger SC der bislang ungeschlagene Tabellenführer ins Stadion an der Ammerke.