
Gar nicht gut – weder fußballerisch noch kämpferisch – präsentierte sich unsere Germanen auf eigener Anlage bei der 0:3 (0:0)-Pleite gegen Spitzenreiter Heeslinger SC. „Dieser Auftritt war absolut nicht akzeptabel“, schimpfte Coach Boris Besovic nach gruseligen 90 Minuten. „Das 0:3 geht völlig in Ordnung. Wir hätten auch noch höher verlieren können, wenn nicht sogar müssen. Heute hatten wir gar nichts verdient.“ Besovic bemängelte vor allem das Fehlen der Grundtugenden dieses Sports. „Was du im Fußball immer
brauchst, egal, wie eine Partie läuft, sind die Basics und die Bereitschaft, sich in ein Spiel reinzuarbeiten und über sich hinauszuwachsen fürs Team.“ Und das habe er vermisst. „Gegen den Ball fehlten die Zweikampfbereitschaft und die Intensität, und mit Ball müssen wir unser Spiel deutlich einfacher halten. Wir brauchen keine Zaubermomente, sondern klare, saubere Pässe.“ Seine Mannschaft habe sich viel zu viele Patzer geleistet.
„Das Beste zur Pause war noch das Ergebnis“, meinte der Coach zum schmeichelhaften 0:0. Mit dem 1:0 der Heeslinger durch Darvin Stüve (49.) schien das Duell vorentschieden. Gelb-Rot gegen den Egestorfer Spielmacher Gean Rodrigo Baumgratz (56.) und das zweite Gästetor kurz darauf, erneut durch Stüve (58.), zogen den Germanen endgültig den Stecker. Zwar wäre dem nach langer Verletzungspause erstmals wieder eingewechselten Til Anger bei einem Pfostenschuss fast das 1:2 geglückt, doch insgesamt war die Heeslinger Dominanz eindeutig. Für Anger gab’s jedoch ein Kompliment, das das Gros der Mannschaft als Ohrfeige betrachten sollte.
„Ich sage das jetzt ganz bewusst: Til hat vier, fünf Monate kein Fußball gespielt und gleich bewiesen, warum er Kapitän ist – er hat Leistung gezeigt.“ Auch die Youngster Luka Klimek und Georg Tidow nahm Besovic von seiner Kritik aus. „Diese jungen Spieler muss ich mal hervorheben. Die wollten – denen mache ich keinen Vorwurf.“ Den 3:0-Endstand für die Gäste erzielte Noel Lohmann (86.).
„Mit einer Leistung wie am letzten Wochenende beim 2:2 in Lüneburg wäre heute etwas möglich gewesen“, vermisst Besovic Konstanz. Den personellen Umbruch im Sommer und den sehr jungen Kader lasse er als Ausreden aber nicht gelten. „Einige von den Gestandenen müssen jetzt allmählich ins Abliefern kommen …“ So könne es nicht weitergehen. Er fordert eine Reaktion: „Im nächsten Spiel bei Eintracht Braunschweig müssen wir schon etwas Krasses veranstalten.“